Zu dem Ergebnis kommt eine Studie im Vereinigten Königreich. Ein Forschungsteam hat die Daten von 20 Millionen Erwachsenen ausgewertet. Dazu verglich es ihre Facebook-Freundschaften mit offiziellen sozialen und wirtschaftlichen Bevölkerungsdaten.
Heraus kam: Kinder aus einkommensschwachen Familien, die in einem besonders vernetzten Umfeld aufwuchsen, verdienten als Erwachsene im Schnitt über 5000 Pfund mehr als die Menschen, die aus einem kaum vernetzten einkommensschwachen Umfeld stammten.
Gute und schlechte Orte
Den Forschenden zufolge sind vor allem die Arbeitsstelle und gemeinsame Hobby-Gruppen - zum Beispiel der Fußballverein - Orte, an denen klassenübergreifende Verbindungen entstehen können. Weniger soziale Durchmischung passiert dagegen in Schulen und in der Nachbarschaft, weil Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft meist in unterschiedlichen Gegenden wohnen.
Eine Umfrage im Rahmen der Studie ergab außerdem: Klassenübergreifende Freundschaften führen in der Regel auch zu einem höheren Maß an Glück und Vertrauen in andere.