"Der Brutalist" ist für zehn Oscars nominiert, wir sprechen mit Hauptdarsteller Adrien Brody über einen der Favoriten 2025. Außerdem neu im Kino ist Bär Paddington, der Abenteuer in Peru erlebt und "Babygirl", in dem Nicole Kidman die Grenze zum Porno verschiebt.
Von Film über Regie, Hauptdarsteller, Nebendarsteller*in, Kamera und Drehbuch: für mehr oder weniger alle wichtigen Königskategorien bei den Oscars 2025 ist "Der Brutalist" nominiert. Ursprünglich ein Independent Film von Brady Corbet, der erst über seinen fulminanten Erfolg beim Filmfest in Venedig (Goldener Löwe 2024) in den Fokus gerückt ist.
Architekt, der vor den Nazis in die USA flieht
Es geht um einen fiktiven, ungarischen Architekten (Adrien Brody), der im zweiten Weltkrieg den Nazis entkommt und in die USA emigriert. Dort kämpft er weiter ums Überleben, bis er die Chance bekommt, für einen Immobilien-Mogul zu arbeiten. Ein Film mit einer sehr langen Entstehungsgeschichte, wie uns Adrien Brody im Gespräch erzählt hat.
"Ich hatte das Drehbuch schon vor fünf Jahren gelesen, dann war es lange wieder weg, es waren andere Leute für die Umsetzung im Gespräch. Umso schöner war es, als es dann plötzlich wieder auftauchte."
Adrien Brody sagt, dass es heute schwer geworden ist, aufwändige Independentfilme zu drehen. Umso mehr freut er sich, dass "Der Brutalist" schließlich doch realisiert wurde. Der Film ist ab dem 30. Januar bei uns im Kino zu sehen.
Bär Paddington ist zurück
Acht Jahre nach "Paddington 2" kommt diese Woche auch der niedliche sprechende Bär mit dem blauen Mantel und dem roten Hut zurück in die Kinos: In "Paddington in Peru" geht es für ihn und seine Londoner Adoptiv-Familie, die Browns, in Paddingtons Heimat. Tante Lucy ist aus ihrem "Heim für Bären im Ruhestand" verschwunden, angeblich, um einer Spur zu einem mystischen Portal nach El Dorado zu folgen.
Nicht nur Paddington und die Browns machen sich auf die Suche, sondern auch zwielichtige Figuren, die ebenfalls von der Geschichte gehört haben.
Nicole Kidman verschiebt die Grenze zum Porno
Genau wie "Der Brutalist", hatte auch "Babygirl" seine Premiere in Venedig. Allerdings gab es hier anschließend keine minutenlangen Standing Ovations wie für Corbet und Brody. Stattdessen gab es Buhrufe für einen Film, der polarisiert, der sich – offenbar – immer noch für die Darstellung weiblicher Lust und sexueller Selbstbestimmung rechtfertigen muss. Der auf der anderen Seite diese Gegenwehr aber auch durch explizite Bilder provoziert.
Im Zentrum steht Nicole Kidman als erfolgreiche, aber in ihrer Ehe sexuell frustrierte CEO einer Tech-Firma, die eine verhängnisvolle Affäre mit einem Praktikanten beginnt. Auch "Babygirl" startet diesen Donnerstag (30.1.2025), wir schauen rein und genau hin.