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Wer sich gute und stabile Verbindungen zu anderen wünscht, sollte bei sich selbst anfangen, sagt Psychologe Marcel Moses. Reflexion über vorherige Beziehungen und eigene Verhaltensmuster kann uns sowohl in der Liebe als auch bei Freundschaften helfen.

Was steckt eigentlich dahinter, wenn wir es in Beziehungen oder Freundschaften anderen ständig recht machen wollen und unsere eigenen Bedürfnisse zurückstecken? Oder wenn wir alles zerdenken und in Beziehungsfragen zu Overthinking neigen? Psychologe Marcel Moses dröselt auf, was hinter solchen Verhaltensmustern steckt, die er als Selbstsabotage bezeichnet.

Der Psychologe Marcel Moses
© Diana Pfammatter
Der Psychologe Marcel Moses ist der Meinung, wenn wir gute Beziehungen führen wollen, sollten wir zunächst einen Blick auf eigene Verhaltensmuster werfen.
"Wir sind alle unterschiedlich sozialisiert, haben vielleicht auch unterschiedliche kulturelle oder religiöse Prägungen, Ängste und Verhaltensmuster. Diese Muster, Prägungen und Trigger schleppen wir mit uns, auch wenn wir Beziehungen eingehen.”
Marcel Moses, Psychologe

Wichtig sei es aus Sicht des Psychologen, dass wir uns selbst und unser Verhalten besser kennenlernen, um vielleicht zu erkennen, woher auch bestimmte Erwartungen an unsere Beziehungen kommen. Oder welche Themen uns triggern können und der eigentliche Grund für Streit und Konflikte in der Beziehung sind. Wichtig sei es auch, mit alten Beziehungen gut abzuschließen, bevor man eine neue Partnerin oder einen neuen Partner an der Seite hat.

Alten Schmerz loslassen und Selbstliebe lernen

"Wenn wir diesen alten Schmerz und diesen Groll immer mit uns mittragen, dann sind wir nicht wirklich präsent und leben in der Vergangenheit, was oft zu Depressionen führen kann", sagt der Psychologe. Wichtig sei, dass wir uns auf dem Weg zu einer gesunden Beziehung in Selbstliebe und Achtsamkeit üben – nicht nur zu anderen, auch zu uns selbst.

Das Liebestagebuch

Im Liebestagebuch erzählt Caro von ihrem Beziehungsstatus zu Nick. Er lebt in Berlin, sie in einer anderen Stadt. Nach einem gemeinsamen Urlaub fühlen sich beide intensiv zueinander hingezogen. Caro erzählt, wie sich das auf ihre Zweisamkeit auswirkt.

Shownotes
Generation Toxic
Wie wir bessere Beziehungen haben können
vom 28. März 2025
Moderatorin: 
Shanli Anwar
Gesprächspartner: 
Marcel Moses, Psychologe
Redaktion: 
Julia Rosch und Nilofar Elhami
  • Psychologe Marcel Moses erklärt in seinem Buch "Generation Toxic", wie sehr uns Beziehungen von Kind auf prägen.
  • Marcel erklärt die vier Bindungsstile, die unsere Beziehungen prägen.
  • Wie Selbstsabotage, bestimmte Verhaltensmuster, uns in Beziehungen im Weg stehen können und was wir dagegen tun können.
  • Wie der Selbstliebe-Hype auf Social Media Druck auf uns ausüben kann. 
  • Über die vier Grundformen der Angst.
  • Marcel Moses geht auf die Frage ein, ob Menschen heutzutage generell mehr Bindungsängste haben.
  • Warum es wichtig ist mit alten Beziehungen abzuschließen.
  • Liebestagebuch