Restaurant-Besuch, Treffen mit mehr als einer Kontaktperson oder Urlaub – all das ist wieder unter bestimmten Auflagen möglich. In dieser Ab 21 sprechen wir mit einem Erkrankten und einem Arzt, der auf einer Covid-19-Intensivstation arbeitet, darüber, warum auch junge Menschen das Virus weiterhin ernst nehmen sollten.
Junge Menschen gehören zu einem Großteil nicht zur sogenannten Risikogruppe. Dennoch können sie an Covid-19 erkranken, auch wenn sie vorher topfit waren. Bei vielen verläuft die Krankheit harmlos, aber nicht bei allen. Matthias ist 36 Jahre alt und war an Corona erkrankt – zwischenzeitlich verspürte er sogar Todesangst, sagt er.
Matthias dachte zunächst, an einer Erkältung erkrankt zu sein, die Symptome seien ähnlich gewesen. Als er sich schon beinahe wieder gesund fühlte, bekam er Atemnot, verspürte sogar Todesangst, wie er sagt – das war etwa der fünfte Tag seiner Erkrankung.
Inzwischen ist die Quarantäne von Matthias zwar vorbei, doch er sagt:
"Nach zwei Treppenabsätzen bin ich aus der Puste. Ich merke jetzt, dass meine Kondition dahin ist."
Vor der Erkrankung war Matthias sehr sportlich. Zwei bis dreimal in der Woche ging er joggen. Das wird für ihn erst einmal nicht mehr möglich sein.
Vorerkrankungen sind nicht immer bekannt
Cihan Çelik betreut als Arzt die Covid-19-Isolierstation in Darmstadt. Auch wenn der Altersdurchschnitt der Erkrankten auf seiner Station bei rund 60 Jahren liegen würde, so hätten sie doch viele Patientinnen, die erst 20 oder 30 Jahre alt seien, sagt er.
"Der jüngste Patient, den wir bei uns behandelt haben, war 19 Jahre alt."
Viele der jüngeren Patientinnen hätten bekannte Vorerkrankungen gehabt, aber: "Teilweise war es so, dass die Vorerkrankungen erst bei der Obduktion aufgefallen sind."
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